Ambulant betreute Wohngemeinschaft

Pflege und Betreuung in häuslicher familiärer Atmosphäre.

Das Konzept der ambulant betreuten Wohngemeinschaft („WG“) geht ursprünglich auf die Initiative von Privatpersonen zurück, die für ihre an Demenz erkrankten Angehörigen eine Alternative zu den gängigen Versorgungsformen suchten. Sie zeichnen sich durch ein Zusammenleben mehrerer auf professionelle Unterstützung und / oder Pflege angewiesener Menschen in einer Wohnung mit gemeinsamem Hausstand aus, in der zugleich Betreuungsleistungen im Sinne des Wohn- und Teilhabegesetz NRW (WTG) erbracht werden.

In unseren ambulanten Wohngemeinschaften leben bis zu zwölf betreuungs- und pflegebedürftige ältere Menschen familienähnlich in einer gemeinsamen Wohnung zusammen. Die Bewohner/-innen der Wohngemeinschaft sind normale Mieter in normalem Wohnraum. Jeder Bewohner/-in mietet ein eigenes Zimmer und anteilig die Gemeinschaftsräume wie Küche, Wohnzimmer, Esszimmer etc. Die Bewohner/-innen erhalten Unterstützungsleistungen  von einem Pflege- und Betreuungsdienst, häufig im Zusammenwirken mit den Angehörigen und / oder Ehrenamtlichen, erbracht werden. Für die Betreuung und Hauswirtschaft stehen Alltagsbegleiter als zentrale Bezugspersonen in der Wohngemeinschaft zur Verfügung.  Eine  Rund-um-die-Uhr-Betreuung ist gewährleistet.

Die ambulant betreuten Wohngemeinschaften sprechen verschiedene Zielgruppen an:

Anspruchsvoraussetzungen & Aufnahmekriterien

Das Angebot der ambulant betreuten Wohngemeinschaften richtet sich primär an dementiell erkrankte Personen mit einem erheblichen Betreuungsbedarf im Sinne der Pflegeversicherung, die das 65. Lebensjahr überschritten haben. Diese Personen können aufgrund ihres Krankheitsbildes nicht mehr ohne ständige Betreuung in der eigenen Wohnung adäquat versorgt werden. Grundsätzlich können die Personen bzw. Mieter/-innen bis zu ihrem Tod in der Wohngemeinschaft verbleiben. 

Der Goudahof

In den drei ambulanten Wohngemeinschaften des Goudahofs finden über 65-jährige, dementiell erkrankte Menschen ein schönes und behütetes Zuhause, das auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Wohngemeinschaften im Goudahof liegen in der Goudastraße am Unnersberg im Stadtteil Solingen-Höhscheid.
Adresse: Goudahof, Goudastraße 35, 42659 Solingen

Der Friedrichshof (Eröffnung Januar 2021)

Die ambulante Wohngemeinschaft mit zwölf Mieter/-innen spricht insbesondere Menschen mit einer Demenz an. In den aufwendig renovierten Räumlichkeiten der ehemaligen Kurzzeitpflege im Friedrichshof finden sie ein ansprechendes Umfeld. Die Wohngemeinschaft liegt zentral in der Solinger Innenstadt und ist eingebunden in das Service-Wohnen Friedrichshof.
Adresse: Friedrichshof, Friedrichstraße 1-3, 42655 Solingen

Alle Informationen im Einzelnen

Folgende Kriterien sind für die Aufnahme in die Wohngruppe leitend
  • Vorliegen eines Pflegegrades im Sinne des SGB XI (ab Pflegegrad 3) 
  • Erfüllung der finanziellen Voraussetzungen 
  • Gruppentauglichkeit 

Die Aufnahme in die ambulante WG erfolgt in enger Abstimmung   zwischen der verantwortlichen Fachkraft, den pflegenden Angehörigen, den Betreuern, den vorhandenen Mieter/-innen und wenn möglich mit den Betroffenen selbst.

Der Aufnahmeablauf erfolgt über
  • Vorgespräche mit der verantwortlichen Fachkraft, 
  • Vorstellung in der WG (z. B. im Rahmen eines Kaffeenachmittags) 
  • Abstimmung mit Mieter/-innen, ob wesentliche Gründe gegen die Aufnahme / Vermietung sprechen 

Nach erfolgreichem Abschluss des Aufnahmeprocedere wird mit dem / der Interessent/-in bzw. mit den Angehörigen / Betreuern der Mietvertrag und ein gesonderter Pflege- und Betreuungsvertrag abgeschlossen.

Kosten und Finanzierung
  • Den Mietvertrag schließen Sie mit dem Vermieter der Wohngemeinschaft, der Goudahof gGmbH ab.
  •  Für jeden Mieter fallen monatlich Hauswirtschaftskosten (u. a. Verpflegungskosten) an, die nach den tatsächlichen Aufwendungen abgerechnet werden.
  • Den Pflege- und Betreuungsvertrag schließen Sie mit dem ambulanten Pflegedienst des Hauspflegevereins Solingen e. V. ab. Dieser umfasst neben allen pflegerischen Aufgaben auch die Rund-um-die-Uhr-Betreuung (24 Stunden). Die pflegerischen Aufwendungen werden bis zum Höchstbetrag mit den Pflegekassen direkt abgerechnet.
  • Es können verschiedene Zusatzleistungen, z. B. Pauschale für Waschmaschine und Trockner, Zimmerreinigung, hinzugebucht werden.
  • Die Finanzierung über den Sozialhilfeträger ist grundsätzlich möglich.

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