Älteres Paar lässt sich beraten.

Bewegung für stationär Pflegebedürftige hilfreich

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Die Hochschule Fulda hat die internationale Studienlage zur Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen in der Pflege ausgewertet. Auf Grund der Ergebnisse empfehlen die Forscher, Präventionsmaßnahmen in der stationären Pflege zu installieren, welche die geistige und körperliche Fitness der Pflegebedürftigen trainieren und stärken.

Besonders für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen, die multimorbide sind und unter körperlichen Beeinträchtigungen, gerontopsychiatrischen Erkrankungen oder dementiellen Veränderungen leiden, seien die Forschungsergebnisse bedeutend, konstatiert die Studie. Denn hinsichtlich der Effektivität solcher Präventionsmaßnahmen bei Betroffenen mit diesem Krankheitsbild herrsche Zweifel bei einigen Heimleitungen. „Wir haben im Sommer 2016 in einem studentischen Projekt insgesamt 21 Entscheider in Pflegeeinrichtungen interviewt, einige äußerten sich eher skeptisch zum Nutzen von präventiven Angeboten, vor allem wenn es um Angebote in Gruppen geht“, beschreibt Prof. Dr. Beate Blättner von der Uni Fulda die Grundhaltung der Leitungen. Dies sei angesichts des gesundheitlichen Zustands von Bewohnerinnen und Bewohnern in den Heimen verständlich, aber nicht berechtigt, meint Blättner.

Individuell angepasste Angebote haben größten Nutzen

Angebote zur Bewegungsförderung seien vor allem dann effektiv, wenn sie auf das Leistungsniveau der einzelnen Personen abgestimmt sind, auch in der Gruppe, und die Pflegebedürften immer wieder zur Teilnahme an den Maßnahmen motiviert werden, heißt es in der Mittteilung der Uni Fulda.

Wichtig sei den Ergebnissen zufolge außerdem, dass die Pflegekassen aufbauend auf den Forschungsergebnissen Leistungen zur Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen erbringen, zum Beispiel „indem sie Konzepte zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Pflegebedürftigen und zur Stärkung ihrer gesundheitlichen Ressourcen und Fähigkeiten entwickeln sowie deren Umsetzung unterstützen (§ 5 Abs. 1 SGB XI)“.

Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie hier

Quelle: hs-fulda.de

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