Projekte

Wirkung und Nutzen inklusiver Quartiersentwicklung (WINQuartier)

Projektziele

Im Forschungsprojekt WINQuartier wird ein indikatorengestütztes Instrumentarium zur Ermittlung der Wirkungen und des Nutzens inklusiver Quartiersentwicklung entwickelt, erprobt und evaluiert. Diese Orientierung auf Wirkungen und Nutzen wird als „empirische Fundierung professionellen Reflexions- und Erklärungswissens“ (Hans-Uwe Otto) durch Methoden der empirischen Sozialforschung verstanden.

Mit dem Forschungsprojekt WINQuartier soll

  • ein Verfahren für die Generierung und Identifizierung geeigneter Zieldimensionen und Indikatoren sowie
  • ein Instrumentarium zur Wirkungsanalyse einzelner Interventionen und Maßnahmen zur Quartiersentwicklung erarbeitet werden.

Dieses Instrumentarium wird auf seine Validität, Praxistauglichkeit und Nützlichkeit für die Gestaltung von Quartiersentwicklungsprozessen zu Gunsten der Zielgruppe hin überprüft und in unterschiedlicher Form medial aufbereitet den Akteuren der Quartiersentwicklung zur Verfügung gestellt.

Fokus auf Wirkung und Nutzen

Vor dem Hintergrund der Bandbreite von Handlungsfeldern in der Quartiersentwicklung soll der Fokus der Betrachtung auf der Erfassung von Wirkungen und Nutzen von Maßnahmen zur Förderung des selbstbestimmten Lebens und der Versorgungssicherheit für Ältere, Hochaltrige und Personen mit besonderem Pflege- und Unterstützungsbedarf im Quartier liegen. Dies umfasst Leistungen der gesundheitlichen, pflegerischen und hauswirtschaftlichen Unterstützung und die Förderung der sozialen Teilhabe.

Wirkungen und Nutzen können dabei auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelt sein. Das Instrumentarium erfasst sowohl direkte Wirkungen im Hinblick auf die Zielgruppe als auch indirekte Wirkungen im Quartier als soziales System, dessen Infrastruktur und Rahmenbedingungen.

Mit den Projektergebnissen liegt ein wissenschaftsbasiertes, systematisches, transparentes und praktikables Instrumentarium vor, das von den Akteuren der Quartiersentwicklung zur Planung, Steuerung und Kontrolle von Quartiersentwicklungsprozessen genutzt werden kann.

Ziele des Instrumentariums zur wirkungsorientierten Selbstevaluation

Das Instrumentarium kann zukünftig genutzt werden für die

  • Planung und Steuerung von Quartierentwicklungsprozessen in unterschiedlichen Kontexten,
  • Selbstevaluation durch die verantwortlichen Akteure in Quartiersentwicklungsprozessen, inkl. der Partizipation von weiteren Stakeholdern und den Nutzerinnen und Nutzern in den Quartieren,
  • Dokumentation und begründete und nachvollziehbare Darstellung von Wirkungen und Nutzen der Arbeit in Quartiersentwicklungsprojekten gegenüber Entscheidern und Finanziers,
  • Professionalisierung der Mitarbeitenden und Träger im Arbeitsfeld Quartiersentwicklung.

Um diese Ziele zu erreichen und ein praxistaugliches Instrumentarium zu entwickeln, arbeitet das wissenschaftliche Team mit fünf Pilotquartieren zusammen. Neben Leben im Alter (L-i-A) e. V. (Bocholt), AWO Westliches-Westfalen e.V. (Bottrop), Diakonie Düsseldorf „zentrum plus“ und dem Caritasverband für die Stadt Köln e. V., gehört auch der Hauspflegeverein Solingen e. V. mit seinem Quartiersprojekt DUALIS zu den Pilotquartieren.

Quelle: https://winquartier.de

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