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Pflegeheime werden immer teurer

Wer auf einen Pflegeheimplatz angewiesen ist, muss immer tiefer in die eigene Tasche greifen: Die Eigenanteile für die stationäre Versorgung sind deutlich gestiegen.

 

Ältere Damen im Pflegeheim Die Kosten für einen Heimplatz steigen kontinuierlich an. Foto: Unsplash

Die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige in stationären Einrichtungen nimmt weiter deutlich zu. Nach aktuellen Berechnungen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) liegt die durchschnittliche monatliche Eigenbeteiligung inzwischen bei über 2.600 Euro – trotz Leistungszuschlägen der Pflegeversicherung.

Demnach beliefen sich die Gesamtkosten für einen Pflegeheimplatz Ende 2025 erstmals auf mehr als 5.000 Euro monatlich. Im Durchschnitt übernahm die Pflegekasse davon 1.539 Euro. Zusätzlich erhielten die Bewohnerinnen und Bewohner rund 890 Euro als Zuschläge zu den pflegebedingten Eigenanteilen, gestaffelt nach Aufenthaltsdauer.

Dennoch mussten Pflegebedürftige im Schnitt weiterhin 1.044 Euro selbst für pflegerische Leistungen aufbringen. Hinzu kamen weitere 1.044 Euro für Unterkunft und Verpflegung sowie 517 Euro für Investitionskosten. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Gesamtbelastung von 2.605 Euro pro Monat.

Entlastung bei langer Wohndauer – Trend bleibt kritisch

Zwar zeigen die Zuschläge Wirkung bei Menschen mit längerer Heimunterbringung: Bewohnerinnen und Bewohner mit mehr als drei Jahren Aufenthaltsdauer zahlten 2025 durchschnittlich 2.044 Euro monatlich. Insgesamt setzt sich der Trend steigender Eigenanteile jedoch fort.

Seit Anfang 2025 wurden die Leistungen der Pflegeversicherung zwar angehoben – etwa bei Pflegegrad 4 von 1.775 auf 1.855 Euro (+4,5 Prozent). Diese Anpassungen reichen jedoch nicht aus, um die Kostenentwicklung auszugleichen. Hauptgründe sind gestiegene Personalkosten durch tarifliche Bezahlung sowie allgemeine inflationsbedingte Preissteigerungen.

Prognose: Weitere Kostensteigerungen bis 2030

Das WIdO rechnet auch in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Belastungen. Selbst bei einer moderaten jährlichen Steigerung der pflegebedingten Eigenanteile um 10 Prozent könnten diese bis 2030 auf rund 1.636 Euro pro Monat anwachsen – zuzüglich Unterkunfts-, Verpflegungs- und Investitionskosten.

Große regionale Unterschiede

Die Kosten variieren stark je nach Region. Ende 2025 lagen die monatlichen Gesamtzuzahlungen in Nordrhein-Westfalen bei durchschnittlich 2.969 Euro, in Sachsen-Anhalt dagegen bei 2.111 Euro.

Besonders deutlich zeigen sich die Unterschiede bei Unterkunft und Verpflegung:
In Sachsen-Anhalt waren dafür durchschnittlich 819 Euro fällig, in Nordrhein-Westfalen hingegen 1.329 Euro.

Auch auf Kreisebene ist die Spanne groß: Sie reicht von durchschnittlich 1.393 Euro pflegebedingtem Eigenanteil in München bis 716 Euro im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen. Insgesamt ist ein klares Süd-Nord-Gefälle erkennbar.

Quelle: http://www.wido.de 

Gut beraten – Alternativen zur stationären Pflege

  • Pflegeberatung 
    Individuelle Beratung zu Pflegegraden, Leistungen der Pflegeversicherung und möglichen Versorgungsformen.
  • Ambulante Pflege
    Professionelle Unterstützung im eigenen Zuhause – zuverlässig, persönlich und bedarfsgerecht.
  • Entlastung für Angehörige 
    Angebote zur Unterstützung pflegender Angehöriger und zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Alltag.

 

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