zum Inhalt springen

Was ändert sich 2024 in der Pflege?

Pflege zu Hause stärken, Leistungen verbessern, finanzielle Belastungen begrenzen: Das sind die Ziele der Pflegereform 2024, teilt das Bundesministerium für Gesundheit mit.

Arzt steckt Geld ins Sparschwein Mehr Pflegegeld zur Stärkung der häuslichen Versorgung. Foto: fizkes-adobe.stock.com

Die geplanten Änderungen im Überblick:

Am 1. Januar 2024 steigen das Pflegegeld und die ambulanten Sachleistungsbeträge um 5 Prozent. Damit will der Gesetzgeber die häusliche Pflege stärken.

Zudem können Angehörige Pflegeunterstützungsgeld pro Kalenderjahr für bis zu zehn Arbeitstage je pflegebedürftiger Person in Anspruch nehmen. Die Zahlung ist nicht mehr beschränkt auf einmalig insgesamt zehn Arbeitstage je pflegebedürftiger Person.

Zum 1.Juli 2025 werden die für Leistungsbeträge für Verhinderungspflege und für Kurzzeitpflege in einem neuen gemeinsamen Jahresbetrag in Höhe von 3.539 EUR zusammengeführt. Diesen Betrag können Anspruchsberechtigte flexibel für beide Leistungsarten einsetzen – unmittelbar, nachdem ein Pflegegrad von 2 festgestellt wurde. Das bedeutet: Die sechsmonatige Pflegezeit vor erstmaliger Inanspruchnahme der Verhinderungspflege entfällt.>

Um Familien mit pflegebedürftigen Kindern sofort zu unterstützen, wird der Anspruch auf den Jahresbetrag bereits zum 1. Januar 2024 eingeführt. Voraussetzungen für die Inanspruchnahme: Die pflegebedürftige Person hat mindestens Pflegegrad 4 und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Der Zugang pflegender Angehöriger zu Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen wird erleichtert, indem die Möglichkeit zur Mitaufnahme der pflegebedürftigen Person in die stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung erweitert und weiterentwickelt wird.

Des Weiteren erhöhen sich zum 1. Januar 2024 die Zuschläge (nach § 43c SGB XI), die die Pflegekasse an die Pflegebedürftigen in vollstationären Pflegeeinrichtungen zahlt, wiefolgt: Sie steigen bei einem Aufenthalt

  • zwischen 0 und 12 Monaten von 5 auf 15 Prozent,
  • zwischen 13 und 24 Monaten von 25 auf 30 Prozent,
  • zwischen 25 und 36 Monaten von 45 auf 50 Prozent
  • und bei mehr als 36 Monaten von 70 auf 75 Prozent.

Quelle: www.bundesgesundheitsministerium.de 

Zurück

Weitere aktuelle Themen

Tochter im Gespräch mit ihrer älteren Mutter im Wohnzimmer

Häusliche Pflege

Was Angehörige früh klären sollten

Wenn Pflege zum Thema wird, hilft ein früher Austausch in der Familie. Er schafft Orientierung, entlastet Angehörige und erleichtert wichtige Entscheidungen. Unser Überblick zeigt, worauf es ankommt.

Antrag auf Pflegeleistungen ausfüllen

Reformpläne der Bundesregierung

Streichung von Pflegegrad 1: Was das für Familien bedeutet

Die Bundesregierung erwägt, Pflegegrad 1 abzuschaffen. Fachleute warnen vor diesem Schritt. Was das für Betroffene bedeutet, lesen Sie hier.

Kurzzeitpflege

Tag der offenen Tür im Ellerhof – Lernen Sie uns kennen!

Werfen Sie am 11. Oktober ab 14:00 Uhr einen persönlichen Blick hinter die Kulissen unserer Kurzzeitpflege: Erleben Sie unseren Alltag hautnah und kommen Sie mit uns ins Gespräch. Für kulinarische Genüsse ist gesorgt.

Team der Tour Demenz 2025

Nachbericht

Tour Demenz 2025

Zwei Tage, zwölf Stationen, 190 Kilometer quer durchs Bergische Land – und eine starke Botschaft: „Demenz – Mensch sein und bleiben“.

Hand setzt Holzbausteine mit Gesundheits- und Pflegesymbolen zu einer Pyramide zusammen – Symbol für Reformen und Aufbau im Pflegesystem.

Pflegereformen

Änderungen in der Pflegeversicherung 2025 und Ausblick ab 2026

Seit diesem Jahr gelten in der Pflegeversicherung zentrale Neuerungen, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen spürbar entlasten. Gleichzeitig zeichnen sich bereits weitere Reformschritte für 2026 ab.

 

Älteres Ehepaar ist sich zugetan

Einladung Seminar

Vortrag: Sexualität im Alter – das Begehren bleibt

Sexualität endet nicht mit dem Alter – sie verändert sich, aber sie bleibt ein zentraler Bestandteil menschlicher Nähe und Zuneigung. Trotzdem gilt das Thema noch immer als tabu. Genau hier setzt unsere nächste Veranstaltung an.

Ergebnis der MD-Prüfung

Ausgezeichnete Pflegequalität

Medizinischer Dienst vergibt Bestnote für ambulante Pflege

Bei der aktuellen Prüfung unserer ambulanten Pflege durch den Medizinischen Dienst hat Teheim Solingen in allen Bereichen die Bestnote 1,0 erhalten. Wir freuen uns über dieses Ergebnis – und sehen es als klare Bestätigung für die Qualität unserer täglichen Arbeit.

 

Im Alter einsam

Einladung

Vortrag: Einsamkeit im Alter – ein Thema unserer Zeit

Im Rahmen der Vortragsreihe „Altenpflege ist vielfältig“ lädt Teheïm Solingen am 2. Juli zum Vortrag und zur Diskussion über das Thema Einsamkeit im Alter ein. Expert*innen beleuchten Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten – und treten in Dialog mit dem Publikum.

Beratung Sterbehilfe

Fachbeitrag

Der Wunsch nach selbstbestimmten Ableben

Viele Menschen möchten selbst entscheiden, wann ihr Leben endet. Doch klare Regeln für den assistierten Suizid fehlen – mit Folgen für Betroffene, Angehörige und Pflegekräfte. In unserem Beitrag beleuchten wir die aktuelle Lage und die Herausforderungen, die damit verbunden sind.

Vater mit Tochter

Einladung

Vortrag: Assistierter Suizid – selbstbestimmtes Ableben

Im Rahmen der Vortragsreihe „Altenpflege ist vielfältig“ lädt Teheïm Solingen am 4. Juni zum Vortrag und zur Diskussion über assistierten Suizid ein. Expert*innen beleuchten das Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Lebensschutz – offen, fachlich und dialogorientiert.

50 Jahre Hauspflegeverein Solingen e. V.

Jubiläumsfeier mit Blick in die Zukunft

Seit einem halben Jahrhundert steht der Hauspflegeverein Solingen e. V. für eine würdevolle und zukunftsorientierte Pflege. Anlässlich dieses Jubiläums lädt der Verein am 4. April 2025 Interessierte zu einer Festveranstaltung ein, bei der Vergangenheit und Zukunft der Pflege im Mittelpunkt stehen.

Lebensende planen

Workshop

Sicher und selbstbestimmt am Lebensende

Die Bergische Wohnschule des „Netzwerks Wohnen und Versorgen Bergisches Land“ lädt Interessierte am Samstag 15. März zum Workshop ein. Thema der Veranstaltung: „Sicher und selbstbestimmt am Lebensende – wissen, wie es geht“.