zum Inhalt springen

Was ändert sich bei den Pflegeleistungen 2022?

Die im Juni 2021 beschlossene Pflegereform sieht einige finanzielle Entlastungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vor, die am 1. Januar 2022 in Kraft treten.

Sparschwein Reform bringt mehr Geld für Pflegeversicherte. Foto: Dilok-adobe.stock.com

Manche Neuregelungen der Reform sind bereits rechtsgültig. Im nächsten Jahr schließen sich folgende an:

Vollstationäre Versorgung (Pflegeheim)

Heimbewohner*innen mit Pflegegrad 2 bis 5 erhalten von ihrer Pflegeversicherung einen Zuschlag auf ihren Eigenanteil an den Pflegekosten. Die Höhe des Leistungszuschlags steigt mit dem Zeitraum, in dem Leistungen der vollstationären Pflege bezogen werden.

Die Pflegekasse trägt 

  • im ersten Jahr fünf Prozent, 
  • im zweiten Jahr 25 Prozent,
  •  im dritten Jahr 45 Prozent 
  •  und danach 70 Prozent. 

Ambulante Pflege 

Die monatlichen Beiträge für die häusliche Versorgung eines pflegebedürftigen Menschen durch einen Pflegedienst steigen am 1. Januar um 5 Prozent: 

  • bei Pflegegrad 2 auf 724,00 Euro 
  • bei Pflegegrad 3 auf 1.363 Euro
  • bei Pflegegrad 4 auf 1.693 Euro
  • bei Pflegegrad 5 auf 2.095 Euro

Kurzzeitpflege

Der Leistungsbetrag der Pflegeversicherung zur Kurzzeitpflege wird um zehn Prozent angehoben: von 1.612 Euro auf 1.774 Euro pro Kalenderjahr.
Pflegebedürftige müssen keinen separaten Antrag stellen, die Leistungen werden automatisch angepasst. Zusammen mit noch nicht in Anspruch genommenen Mitteln aus der Verhinderungspflege stehen dann bis zu 3386 Euro im Kalenderjahr zur Verfügung.

Die Beträge für das Pflegegeld bleiben jedoch unverändert.

Abruf von Pflegeleistungen nicht versäumen!

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weist darauf hin, dass Pflegebedürftige noch bis Ende 2021  Entlastungsleistungen aus den vergangenen zwei Jahren nutzen können. Die Frist zur Abrufung des Geldes aus dem Vorjahr laufe in der Regle Ende Juni des darauffolgenden Jahres ab. Coronabedingt sei diese Frist aber bis zum 31. Dezember 2021 verlängert worden. Die Verbraucherzentrale rät daher, die Pflegekasse um Auskunft zu bitten, ob und welche Beträge aus 2019 und 2020 noch abrufbar sind. Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.

Quellen: Bundesgesundheitsministerium, www.verbraucherzentrale.nrw

Zurück

Weitere aktuelle Themen

Tochter im Gespräch mit ihrer älteren Mutter im Wohnzimmer

Häusliche Pflege

Was Angehörige früh klären sollten

Wenn Pflege zum Thema wird, hilft ein früher Austausch in der Familie. Er schafft Orientierung, entlastet Angehörige und erleichtert wichtige Entscheidungen. Unser Überblick zeigt, worauf es ankommt.

Antrag auf Pflegeleistungen ausfüllen

Reformpläne der Bundesregierung

Streichung von Pflegegrad 1: Was das für Familien bedeutet

Die Bundesregierung erwägt, Pflegegrad 1 abzuschaffen. Fachleute warnen vor diesem Schritt. Was das für Betroffene bedeutet, lesen Sie hier.

Kurzzeitpflege

Tag der offenen Tür im Ellerhof – Lernen Sie uns kennen!

Werfen Sie am 11. Oktober ab 14:00 Uhr einen persönlichen Blick hinter die Kulissen unserer Kurzzeitpflege: Erleben Sie unseren Alltag hautnah und kommen Sie mit uns ins Gespräch. Für kulinarische Genüsse ist gesorgt.

Team der Tour Demenz 2025

Nachbericht

Tour Demenz 2025

Zwei Tage, zwölf Stationen, 190 Kilometer quer durchs Bergische Land – und eine starke Botschaft: „Demenz – Mensch sein und bleiben“.

Hand setzt Holzbausteine mit Gesundheits- und Pflegesymbolen zu einer Pyramide zusammen – Symbol für Reformen und Aufbau im Pflegesystem.

Pflegereformen

Änderungen in der Pflegeversicherung 2025 und Ausblick ab 2026

Seit diesem Jahr gelten in der Pflegeversicherung zentrale Neuerungen, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen spürbar entlasten. Gleichzeitig zeichnen sich bereits weitere Reformschritte für 2026 ab.

 

Älteres Ehepaar ist sich zugetan

Einladung Seminar

Vortrag: Sexualität im Alter – das Begehren bleibt

Sexualität endet nicht mit dem Alter – sie verändert sich, aber sie bleibt ein zentraler Bestandteil menschlicher Nähe und Zuneigung. Trotzdem gilt das Thema noch immer als tabu. Genau hier setzt unsere nächste Veranstaltung an.

Ergebnis der MD-Prüfung

Ausgezeichnete Pflegequalität

Medizinischer Dienst vergibt Bestnote für ambulante Pflege

Bei der aktuellen Prüfung unserer ambulanten Pflege durch den Medizinischen Dienst hat Teheim Solingen in allen Bereichen die Bestnote 1,0 erhalten. Wir freuen uns über dieses Ergebnis – und sehen es als klare Bestätigung für die Qualität unserer täglichen Arbeit.

 

Im Alter einsam

Einladung

Vortrag: Einsamkeit im Alter – ein Thema unserer Zeit

Im Rahmen der Vortragsreihe „Altenpflege ist vielfältig“ lädt Teheïm Solingen am 2. Juli zum Vortrag und zur Diskussion über das Thema Einsamkeit im Alter ein. Expert*innen beleuchten Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten – und treten in Dialog mit dem Publikum.

Beratung Sterbehilfe

Fachbeitrag

Der Wunsch nach selbstbestimmten Ableben

Viele Menschen möchten selbst entscheiden, wann ihr Leben endet. Doch klare Regeln für den assistierten Suizid fehlen – mit Folgen für Betroffene, Angehörige und Pflegekräfte. In unserem Beitrag beleuchten wir die aktuelle Lage und die Herausforderungen, die damit verbunden sind.

Vater mit Tochter

Einladung

Vortrag: Assistierter Suizid – selbstbestimmtes Ableben

Im Rahmen der Vortragsreihe „Altenpflege ist vielfältig“ lädt Teheïm Solingen am 4. Juni zum Vortrag und zur Diskussion über assistierten Suizid ein. Expert*innen beleuchten das Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Lebensschutz – offen, fachlich und dialogorientiert.

50 Jahre Hauspflegeverein Solingen e. V.

Jubiläumsfeier mit Blick in die Zukunft

Seit einem halben Jahrhundert steht der Hauspflegeverein Solingen e. V. für eine würdevolle und zukunftsorientierte Pflege. Anlässlich dieses Jubiläums lädt der Verein am 4. April 2025 Interessierte zu einer Festveranstaltung ein, bei der Vergangenheit und Zukunft der Pflege im Mittelpunkt stehen.

Lebensende planen

Workshop

Sicher und selbstbestimmt am Lebensende

Die Bergische Wohnschule des „Netzwerks Wohnen und Versorgen Bergisches Land“ lädt Interessierte am Samstag 15. März zum Workshop ein. Thema der Veranstaltung: „Sicher und selbstbestimmt am Lebensende – wissen, wie es geht“.