Corona-Impfung bei Menschen mit Demenz: So bereiten Sie sich vor
Demenzkranke benötigen besondere Hilfestellung bei Covid-19-Impfung und Bewältigung des Impftags. Worauf es dabei ankommt, zeigt der Leitfaden.
Die Corona-Impfung stellt Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen vor große Herausforderungen. Wie Sie diese meistern und sich optimal auf den Impftermin vorbereiten können, zeigen die Antworten auf folgende Fragen.
Wie läuft die Terminvergabe ab?
Der Versand der Einladungsbriefe zur Impfung für Personen ab 80 Jahren (aus der Gruppe mit Impfpriorität 1) hat begonnen. Sobald Sie eine Einladung erhalten haben, können Sie einen Impftermin verbindlich vereinbaren.
Die Terminvergabe verläuft nicht über das örtliche Impfzentrum. Sie wird in Nordrhein-Westfalen (NRW) über folgende Internetseite und Telefonnummern (unterteilt nach Regionen) koordiniert.
- Die Internetadresse lautet: www.116117.de
- Für Personen, die im Rheinland wohnen, lautet die kostenfreie Rufnummer: 0800 116 117 01
- Für Personen, die in Westfalen wohnen, lautet die kostenfreie Rufnummer: 0800 116 117 02
Hinweis: Die regional geltende Telefonnummer ist im Einladungsbrief vermerkt.
Je nach Auslastung des Impfzentrums kann es zu unterschiedlich langen Wartezeiten für einen Impftermin kommen.
Worauf muss ich bei der Terminvereinbarung achten?
- Geben Sie bei der Terminvereinbarung an, dass der Demenzkranke eine Begleitung benötigt. Wir raten zur telefonischen Terminvereinbarung und Anmeldung der Begleitperson.
- Klären Sie bei der Terminvergabe außerdem, ob die Begleitperson namentlich bekannt sein muss oder ob eine beliebige Person am Tag der Impfung dabei sein kann.
- Weisen Sie im Telefongespräch ggf. auch darauf hin, dass die Person mit Demenz aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann oder diese zwischendurch auch mal abnimmt.
Hinweise: Der gesamte Impfprozess dauert erfahrungsgemäß mindestens 1 Stunde. Es ist daher wichtig, pünktlich zum Termin zu erscheinen, um den gesamte Ablauf nicht zu verzögern. Die Begleitperson darf bei allen Schritten des Impfprozesses an der Seite des Demenzkranken bleiben.
Welche Unterlagen benötige ich für den Impftag?
Die zu impfende Person muss zum Impftermin folgende Unterlagen mitbringen:
- schriftliche Bestätigung des Impftermins
- Impf-Pass
- Gesundheitskarte
- Personalausweis
- Unterlagen zu Vorerkrankungen, ggf. eine Medikamentenliste oder Atteste vom Arzt
- Anamnesebogen aus der Einladung. Den können Sie vorab zu Hause oder vor Ort gemeinsam mit dem ärztlichen Personal ausfüllen.
- Die unterschriebene Einwilligung. Wichtig ist, dass die Unterschrift vor der Impfung erfolgt ist.
- Gesichtsschutz: Der Demenzkranke muss an diesem Tag, wenn möglich, eine OP- oder FFP2-Maske tragen. Behelfsmasken aus Stoff sind nicht mehr zulässig.
- Beschäftigung für die Wartezeit: Nach der Impfung folgt noch ein bis zu 30-minütiger Aufenthalt im Impfzentrum. Bei medizinischem Bedarf kann sich diese Zeit um weitere 30 Minuten verlängern. Es ist daher ratsam, etwas mitzubringen, das die Wartezeit erleichtert.
Weitere Tipps und Hinweise erhalten Sie im Leitfaden hier zum Download
Herausgeber des Leitfadens ist die Fach- und Koordinierungsstelle der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz NRW – Eine gemeinsame Initiative zur Strukturentwicklung der Landesregierung und der Träger der Pflegeversicherung NRW. Verantwortlich für die Inhalte des Leitfadens ist die Kompetenzgruppe Demenz der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz.
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