DUALIS – Daheim und nicht allein mit Versorgungssicherheit
Projektart
Förderprojekt
Förderer / Auftraggeber
GKV-Spitzenverband
Laufzeit
Ab Februar 2015
Beschreibung und Ziele
Die Lebensqualität von älteren und pflegbedürftigen Menschen hängt entscheidend davon ab, ob sie ihr Leben selbstbestimmt und in den vertrauten vier Wänden verbringen können. Deshalb ist es bei aufkommendem Unterstützungsbedarf so wichtig, dass diese Menschen ein betreuungssicher gestaltetes Zuhause haben. Vor allem bei fehlender bzw. nur eingeschränkt möglicher familiärer Unterstützung.
Projektart
Förderprojekt
Förderer / Auftraggeber
GKV-Spitzenverband
Laufzeit
Januar 2016
Beschreibung und Ziele
Die Lebensqualität von älteren und pflegbedürftigen Menschen hängt entscheidend davon ab, ob sie ihr Leben selbstbestimmt und in den vertrauten vier Wänden verbringen können. Deshalb ist es bei aufkommendem Unterstützungsbedarf so wichtig, dass diese Menschen ein betreuungssicher gestaltetes Zuhause haben. Vor allem bei fehlender bzw. nur eingeschränkt möglicher familiärer Unterstützung.
Ziel unseres Projektes DUALIS ist es daher, einen sozial-technischen Betreuungsdienst zu etablieren, der pflegebedürftigen und alleinstehende Menschen – mit oder ohne Demenzerkrankung – eine Teilhabe am sozialen Leben ermöglicht sowie ihre Selbsthilfepotenziale erhält und fördert. Dabei soll die persönliche Betreuung und Begegnung durch technische Hilfsmittel unterstützt werden. Denn: Die bedarfsgerechte Kombination von pflegerischer Kompetenz und technischer Assistenz kann zu einer wirkungsvollen Versorgung innerhalb und außerhalb der eigenen vier Wänden beitragen.
Ausgangslage und Projektmotivation
Derzeit findet die pflegerische Versorgung hauptsächlich im häuslichen Umfeld statt (über 70 %) und wird meist durch die Angehörigen sichergestellt – doch das familiäre Pflegepotential sinkt stetig. Immer mehr Angehörige wohnen nicht im gleichen Ort wie ihre zu versorgenden Angehörigen, oder ihre berufliche Situation lässt keine umfangreiche Einbindung in die Pflege mehr zu. Auch ist mit einem Rückgang der Pflegebereitschaft zu rechnen: Pflege wird zunehmend weniger als Familienpflicht wahrgenommen, sondern als „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Aber was tun, wenn im Alter Unterstützungsbedarfe aufkommen und die Angehörigen nicht mehr die Pflege und Betreuung übernehmen können? Es müssen neue Wege gefunden werden, den Anforderungen dieser gesellschaftlichen Entwicklung zu begegnen.
Einer dieser Wege liegt in der Entwicklung innovativer Wohnkonzepte. Mit Mitteln der Pflegeversicherung werden derzeit neue Wohnkonzepte gefördert, die eine individuelle häusliche Versorgung für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen anbieten und damit eine Alternative zur klassischen stationären Betreuung darstellen. Projektträger aus Praxis und Wissenschaft haben sich mit ihren Konzepten 2014 beim GKV-Spitzenverband beworben, um diese neuen Praxismodelle zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren. Der Hauspflegeverein war mit seinem Projektvorhaben DUALIS erfolgreich und ist in das Förderprogramm des GKV-Spitzenverbandes aufgenommen worden.
Umsetzung des Projektes
Bei der Entwicklung unseres innovativen Wohnkonzeptes berücksichtigen wir die persönlichen Beeinträchtigungen sowie die vorhandenen Fähigkeiten der Menschen und gehen auf ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse ein: Im Rahmen einer großen Bewohnerbefragung werden wir alle im Projektraum lebenden Menschen Im Rahmen einer großen Bewohnerbefragung werden wir alle im Projektraum lebenden Menschen befragen, die dem Spar- und Bauverein Solingen e.G. angehören (210 Haushalte) und älter sind als 65 Jahre. Ergänzend durch Bewohnerinterviews und Workshops ermitteln wir so die Erwartungen und Anforderungen unserer Klienten an einen sozial-technischen Betreuungsdienst. Durch die konzeptionelle Einbindung der Pflegebedürftigen wollen wir eine hohe Akzeptanz und Verständnis für eine technikunterstützte Betreuung erreichen.
In einem weiteren Schritt bauen wir Einzel- und Kleingruppenbetreuungen (2 – 3 Personen) auf, die zunächst in den eigenen vier Wänden der Pflegebedürftigen stattfinden. Im Verlauf dieser Versorgung wollen wir unsere Klienten motivieren und ermutigen, an größeren Gruppentreffen (8 – 10 Personen) außerhalb der eigenen Wohnung teilzunehmen. Weitere Teilhabe- und Begegnungsmöglichkeiten sollen mittels technischer Hilfsmittel stattfinden. Um die Begegnung via Technik zu ermöglichen, wollen wir Freiwilligenhelfer zu sogenannten Techniklotsen qualifizieren. Sie sollen die zu Betreuenden im Umgang mit den technischen Hilfsmitteln vertraut machen und Ihnen im Bedarfsfall mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.
Fazit
Mit der erfolgreichen Kombination von pflegerischer Betreuung, hauswirtschaftlicher Versorgung und dem Einsatz technischer Hilfsmittel erreichen wir, dass:
- unsere Klienten wieder angstfrei, selbstbestimmt und mit Freude am Leben teilnehmen können – alte Kontakte pflegen sowie in der Gemeinschaft neue Kontakte aufbauen –
- und gleichzeitig die Belastung pflegender Angehöriger sinkt.
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