Wellbeing-Valuation-Methode ermittelt "Schattenpreis" der Pflege
Mit der sogenannten „Wellbeing-Valuation“-Methode haben Wissenschaftler der University of Birmingham die Kosten ermittelt, die in der häuslichen Pflege von Angehörigen nicht direkt erkennbar sind.
Immer mehr Menschen übernehmen selbst die Pflege ihrer Angehörigen. Dabei habe die Rund-um-die-Uhr-Betreuung im letzten Jahrzehnt massiv zugenommen und gleichzeitig seien die Kosten für die Pflege in Form von zusätzlichen Aufwendungen und entgangenem Arbeitseinkommen, sowie die psychologischen und emotionalen Kosten der Betreuung stark gestiegen, teilt das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA – Institute of Labor Economics) auf seiner Website mit.
Wie hoch diese Kosten tatsächlich sind ermitteln Rebecca McDonald (University of Birmingham) und IZA-Fellow Nattavudh Powdthavee (Warwick Business School) mit der sogenannten „Wellbeing-Valuation“-Methode, um den „Schattenpreis“ der Pflege zu ermitteln. „Mit diesem statistischen Verfahren lässt sich das fiktive zusätzliche Einkommen berechnen, das notwendig wäre, um den Verlust an Lebensqualität auszugleichen, der durch die Pflege von Angehörigen entsteht“, schreibt das IZA.
Weitere Informationen zur Methode und den Link zur Studie (in englischer Sprache) erhalten Sie auf der Website des IZA.
Quelle: IZA
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