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Kritik an der Reform der Pflegeberufe

Die Minister Schwesig und Gröhe haben Ende November einen Gesetzentwurf vorgestellt, demnach die Berufe Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Kinderkrankenpflege zu einem Beruf zusammengelegt werden sollen. Dieses Vorhaben ist auf heftige Kritik gestoßen.

Die Minister Schwesig und Gröhe haben Ende November einen Gesetzentwurf vorgestellt, demnach die Berufe Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Kinderkrankenpflege zu einem Beruf zusammengelegt werden sollen. Dieses Vorhaben ist auf heftige Kritik gestoßen.

Die Deutsche Akademie für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie e.V. (DAGPP) und Handeln statt Mißhandeln – Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter e.V. (HsM) lehnen den vorgelegten Gesetzentwurf ab.

Prof. R.D. Hirsch, Präsident der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie e.V. (DAGPP sagt, psychisch-kranke ältere Menschen, insbesondere solche mit Demenz, benötigen die Pflege durch ein speziell dafür qualifiziertes Personal. Dafür sind Altenpflegerinnen und Altenpfleger speziell ausgebildet. Der derzeitige Notstand an qualifiziertem Altenpflegepersonal in den Heimen, Einrichtungen und ambulanten Diensten werde durch die geplante generalistische Ausbildung noch weiter erhöht. Denn laut aktueller Studien wird die Zahl der Auszubildenden durch den neuen Ausbildungsberuf zurückgehen, so Hirsch.

Ein weiteres Problem sei, dass generalistisch ausgebildete Pflegekräfte zusätzliche Anleitung benötigen werden. Dadurch nehme die Belastung des Personals zu und folglich steige der Krankenstand in der Altenpflege weiter an. Hirsch weist außerdem auf die wachsende Zahl von Menschen mit Demenz hin. Das führe zur Überforderung der unterqualifizierten Pflegekräfte und folglich zu fehlerbehaftetem Umgang mit den kranken Menschen.

„Zu wenig und schlecht ausgebildetes Personal wird leicht überfordert und es kommt zu Fehlreaktionen, gerade gegenüber Menschen mit Demenz und herausforderndem Verhalten. In der Folge kommt es vermehrt zu psychischer und physischer Gewalt – auch von Patienten/Bewohnern gegenüber dem Pflegepersonal - die dann in Fixierungen und Einsatz von Neuroleptika bei den Patienten endet – das gilt es zu verhindern“, heißt es wörtlich in der Mitteilung der Deutsche Akademie für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie e.V. (DAGPP)

Die komplette Stellungnahme der DAGPP erhalten Sie <link http: www.dagpp.de docs dagpp_hsm_stellungnahme_pflegeberufereformgesetz.pdf _blank>hier.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie e.V.

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