NRW: Zahl der Pflegebedürftigen könnte auf eine Million ansteigen
Die Zahl der auf Pflege angewiesenen Menschen in Nordrhein-Westfalen steigt an. Bis zum Jahr 2060 werden je nach Berechnungsvariante zwischen 31 und 58 Prozent mehr Menschen Pflegeleistungen benötigen. Das hat die amtliche Statistikstelle des Landes Nordrhein-Westfalen Information und Technik (IT.NRW) mitgeteilt.
Die Zahl der auf Pflege angewiesenen Menschen in Nordrhein-Westfalen steigt an. Bis zum Jahr 2060 werden je nach Berechnungsvariante zwischen 31 und 58 Prozent mehr Menschen Pflegeleistungen benötigen. Das hat die amtliche Statistikstelle des Landes Nordrhein-Westfalen Information und Technik (IT.NRW) mitgeteilt.
Dabei werde der Anstieg in den Kreisen des Landes stärker ausfallen als in den kreisfreien Städten, heißt es in der Mitteilung. Hans-Josef Fischer, Präsident von IT.NRW erläuterte jüngst in einer Pressekonferenz, wie die Statistiker in ihrer Modellrechnung vorgegangen sind. Demnach haben sie wie folgt mit zwei Varianten gearbeitet:
1. Bei der konstanten Variante wird unterstellt, dass sich die durchschnittlichen Pflegequoten aus den Jahren 2011 und 2013 in Zukunft nicht verändern.
2. Die Trendvariante geht davon aus, dass mit einer steigenden Lebenserwartung auch eine bessere Gesundheit verbunden sein wird, sodass die pflegefreie Lebenszeit ansteigt.
Der konstanten Variante zufolge steigt die Zahl der Personen, die Pflegeleistungen beziehen, von 581 500 Personen im Jahr 2013 bis 2055 kontinuierlich auf 947 000 Personen an (+63 Prozent). Danach folgt bis 2060 ein moderater Rückgang auf 920 500 Personen. Wobei Frauen mit 63 Prozent im Jahr 2060 weiterhin den höheren Anteil an allen Pflegebedürftigen ausmachen als Männer. Die Zahl der männlichen Pflegebedürftigen steigt bis 2060 stärker an (+65 Prozent) als die der Frauen (+54 Prozent).
Die Trendvariante zeigt bis 2055 zwar ebenfalls diesen generellen Verlauf, sie liefert aber mit 787 000 Pflegepersonen (+35 Prozent) ein niedrigeres Ergebnis. Der darauf folgende Rückgang bis zum Jahr 2060 auf 763 400 Personen liegt in ähnlicher prozentualer Größenordnung vor, wie bei der konstanten Variante. (IT.NRW).
Quelle: Pressemitteilung der www.it.nrw.de
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