Trainingseffekte im Alter
Wie wirken sich verschiedene Trainingsformen bei älteren Menschen auf deren kognitive Leistungsfähigkeit aus? Dieser Frage geht eine aktuelle Studie nach.
Studie zur Lernfähigkeit älterer Menschen Foto: liderina-adobe.stock.com
Seit Anfang September 2023 führt das Institut für Sport und Sportwissenschaft die 3. Kasseler Sturzpräventionsstudie durch, gefördert durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport. Insgesamt 96 Seniorinnen und Senioren nehmen an der Studie teil. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf den Auswirkungen verschiedener Trainingsformen auf die kognitive Leistungsfähigkeit älterer Menschen.
Eine frühere Studie der Forschenden hat gezeigt, dass Krafttraining auf instabilen Unterlagen die Gedächtnisleistung und das schnelle Denken verbessert. Vergleichbare Effekte waren bei einem Krafttraining an Geräten, das auf stabilen Unterlagen durchgeführt wurde, jedoch nicht zu beobachten. Diese Erkenntnisse werden in der aktuellen Trainingsstudie vertieft untersucht. Neu ist dabei vor allem, dass auch reines Gleichgewichtstraining in die Studie einbezogen wird. Die Durchführung und Untersuchung dieses Trainings soll die bisherigen Studienergebnisse im Rahmen der Kasseler Sturzprävention erweitern.
Die Forschenden untersuchen nun die Auswirkungen von drei verschiedenen Trainingsprogrammen auf die kognitive und physische Leistungsfähigkeit: Krafttraining an Geräten, Krafttraining auf instabilen Unterlagen und reines Gleichgewichtstraining. Die Studienteilnehmenden, alle über 65 Jahre alt, wurden nach dem Zufallsprinzip auf die drei Trainingsgruppen verteilt und trainieren über einen Zeitraum von zehn Wochen unter Anleitung und Aufsicht geschulter Trainerinnen und Trainer.
„Das übergeordnete Ziel unserer Forschung ist es, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern und ihre physische sowie kognitive Gesundheit zu fördern“, sagt Lisa Claußen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Trainings- und Bewegungswissenschaft. „Die Ergebnisse dieser Trainingsstudie könnten dazu beitragen, neue Ansätze zu entwickeln.“
Quelle: Uni Kassel
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